An der Nadel

Demnächst dürfte sie losgehen:

Die Impfung mit einem der zugelassenen Corona-Vakzine.

Allerdings dürften im ersten Durchgang zunächst einmal nur die wichtigsten Personengruppen (z.B. Hochrisikopatienten und Menschen, die mit solchen zu tun haben) in den Genuss der Impfung kommen.

Genuss?

Skeptiker verweisen auf mögliche Impfschäden und begründen dies damit, dass die Corona-Impfstoffe – anders als dies normalerweise üblich ist – in relativer kurzer Zeit entwickelt worden seien.

Gefahren, die sich erst beim langsamen Herantasten an eine möglichst hohe Durchimpfungsrate der Bevölkerung über Jahre hinweg, zeigen würden, könnten drohen.

Ganz ausschließen läßt sich das zwar nicht, doch die bisherigen Untersuchungen zu den demnächst zum Einsatz kommenden Vakzinen stimmen zuversichtlich.

Abgesehen von den üblichen Impfreaktionen halten sich die Nebeneffekte in Grenzen.

Am Ende wird es wohl auf eine Abwägung von Kosten und Nutzen hinauslaufen.

Und selbst wenn die Frage, ob vom Gesetzgeber eine Impfpflicht verordnet werden soll, derzeit noch keine Rolle spielt, weil – siehe oben – die Impfung aller Bevölkerungsteile (aufgrund logistischer Herausforderungen) noch eine Zeitlang auf sich warten lassen dürfte:

Irgendwann werden wir sie diskutieren und – nach meinem Dafürhalten – mit „Ja“ beantworten müssen.

Denn es wird sich auf Dauer nicht argumentieren lassen, die Wirtschaft durch Lockdowns an die Wand zu fahren und dadurch weltweit Menschenleben zu riskieren, wenn eine einigermaßen sichere Impfung zur Verfügung steht.

Leben ist lebensgefährlich

Corona ist noch nicht überwunden, die Infektionszahlen steigen wieder, auch in Österreich.

Doch bereits jetzt machen Menschen – vor allem viele junge – Party.

Der Sommer ist da, der Alkohol fließt in Strömen, die Hormone sowieso.

Wer jung ist, will das Leben genießen, wie könnte man das den Menschen verübeln?

Die Frage, wer für wen auf was verzichten sollte bzw. muss, ist keine leicht zu beantwortende.

Das Argument mit der Wirtschaft, die vor die Hunde geht und damit uns alle in den Abgrund zieht, ist eines, das rund um den so genannten „Lockdown“ zu hören war.

Es ist m.E. legitim.

Doch ist es nicht ebenso zulässig, dass Menschen, vor allem junge, die – statistisch betrachtet – durch Corona weniger gefährdet sind als Mitglieder von Risikogruppen (z.B. Alte), ihr Leben in vollen Zügen leben, sprich: ungehindert genießen wollen?

Dass eine dieser Gruppen von der anderen totale Askese fordert, ist jedenfalls schwer zu begründen.

Das Leben geht weiter und der Tod wird immer ein Bestandteil davon sein.

Totale Sicherheit kann es niemals geben.

Wer sie möchte, muss sich in einen Atombunker setzen.

Aber einen solchen Rückzug kann er nicht allen anderen Menschen verordnen.

Wir sollten uns einen „modus operandi“ überlegen, wie wir die berechtigten Interessen aller Gruppen in diesem Spiel am besten in Einklang bringen können.

Leben ist lebensgefährlich

Corona ist noch nicht überwunden, die Infektionszahlen steigen wieder, auch in Österreich.

Doch bereits jetzt machen Menschen – vor allem viele junge – Party.

Der Sommer ist da, der Alkohol fließt in Strömen, die Hormone sowieso.

Wer jung ist, will das Leben genießen, wie könnte man das den Menschen verübeln?

Die Frage, wer für wen auf was verzichten sollte bzw. muss, ist keine leicht zu beantwortende.

Das Argument mit der Wirtschaft, die vor die Hunde geht und damit uns alle in den Abgrund zieht, ist eines, das rund um den so genannten „Lockdown“ zu hören war.

Es ist m.E. legitim.

Doch ist es nicht ebenso zulässig, dass Menschen, vor allem junge, die – statistisch betrachtet – durch Corona weniger gefährdet sind als Mitglieder von Risikogruppen (z.B. Alte), ihr Leben in vollen Zügen leben, sprich: ungehindert genießen wollen?

Dass eine dieser Gruppen von der anderen totale Askese fordert, ist jedenfalls schwer zu begründen.

Das Leben geht weiter und der Tod wird immer ein Bestandteil davon sein.

Totale Sicherheit kann es niemals geben.

Wer sie möchte, muss sich in einen Atombunker setzen.

Aber einen solchen Rückzug kann er nicht allen anderen Menschen verordnen.

Wir sollten uns einen „modus operandi“ überlegen, wie wir die berechtigten Interessen aller Gruppen in diesem Spiel am besten in Einklang bringen können.

Aufsperren!

Nach Ostern soll das Leben etappenweise wieder hochgefahren werden.

So weit das Versprechen der Regierung.

Und tatsächlich:

Während in den letzten vier Wochen so gut wie alle Geschäfte (bis auf Supermärkte, Apotheken und Trafiken) geschlossen blieben und Wien beinahe so wirkte, als wäre der Sonntag durch einen Fehler im Raumzeit-Gefüge in die Länge gezogen worden, sind seit heute, dem 14. April, zumindest kleinere Läden wie offen.

Kleidergeschäfte, Buchläden, Juweliere.

Die Kundschaft hält sich noch zurück.

Zu sehr hat man sich in den letzten Wochen daran gewöhnt, dass man nicht nur zuhause bleiben sollte, weil das besser für die Gesundheit wäre. Wozu vor die Türe gehen, wenn dort ohnedies nichts zu holen ist?

Hoffentlich dauert die Reaktivierung des Alltags nicht so lange, wie wir auf „Pause“ drücken mussten.

Es wird Zeit, dass die Menschen zurückkehren ins Leben.

Auch wenn die Gefahr des Todes und vor allem das Bewusstsein von ihr nie mehr ganz aus unsere Köpfen verschwinden dürfte.

Memento mori!

Aber zu Tode fürchten, das bringt uns auch nicht weiter.

Sperrstunde!

Corona.

Und sonst?

Nicht viel.

Wir müssen auf einander achtgeben.

Sollen wir nicht nur, wir müssen.

Das schreibt die Regierung vor, per Verordnung.

Ob sie dabei übers Ziel hinausschießt?

Wer kann das wissen?

Die Schließung der Bundesgärten in Wien ist aus meiner Sicht eine überzogene Maßnahme.

Natürlich könnten Menschen sich auch im Freien anstecken.

Doch die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist bestimmt dann größer, wenn sich die sich nach Luft und Sonne verzehrenden WienerInnen auf den Gehsteigen und den städtischen Parks konzentrieren.

„Wer heilt, hat recht.“ heißt der Wahlspruch der Alternativmedizin.

Doch wer gleichzeitig Aspirin schluckt, ein „Ave Maria“ betet und Halbedelsteine in der Hand hält, wird nie erfahren, wodurch seine Kopfschmerzen verschwunden sind.